Musik fürs Geschäft – welche ist die Richtige?

Musik fürs Geschäft ist wichtig, so viel steht fest.

Aber nicht jeder Track eignet sich dafür. Was im Privaten gefällt, kann im Geschäft vollkommen unpassend sein und Gäste vertreiben.

Grundsätzlich kann man sich auf zwei Wegen dem Thema, welche Musik für das eigene Geschäft die richtige ist, nähern.
Zum Einen kann man sich an der eigenen Marke orientieren, also an dem, was die Marke verkörpern soll.
Zum Anderen kann man sich seinen perfekten Kunden angucken und die Musik auf diesen abstimmen.

Die beiden Methoden können, aber müssen nicht zu einem ähnlichen Ergebnis führen. Wenn sich das Ergebnis stark unterscheidet, kann man überlegen, ob man aus beiden Ergebnissen Playlisten generiert, um dann im laufenden Betrieb zwischen diesen wechseln zu können.

Fragen, mit denen man sich der richtigen Musik annähert:

Ist meine Marke/mein Kunde…

  • männlich oder weiblich?
  • jung, oder alt? Und wie alt genau?
  • konservativ oder offen für Neues?
  • extrovertiert oder introvertiert?
  • gewissenhaft oder sorglos?
  • sozial oder ein Einzelgänger?
  • Teil einer Subkultur oder Musikbewegung?

Diese Fragen sollte man erstmal als Anfang betrachten. Zusammen mit einigen Ergebnissen aus der Forschung, kann man die Musikwahl schon grob abstecken:

  • Grundsätzlich kommt (Mainstream-)Rockmusik immer gut an. Auch Pop ist beliebt
  • Frauen mögen eher Popmusik, für Männer darf es auch mal etwas härter sein
  • Männer legen sich dafür eher auf ein Genre fest, bei Frauen können sich die Stile stärker überschneiden
  • Mit steigendem Alter bevorzugt man sowohl schlichte Musik wie Country und Schlager, aber auch anspruchsvolle Musik wie Jazz und Klassik
  • Gleichzeitig mag man weniger zeitgenössische Musik, auch darf es weniger rebellisch und kraftvoll sein
  • Offene Menschen können sich mit vielen Musikrichtungen anfreunden, und haben grundsätzlich einen Faible für komplexe und „intelligente“ Musik wie Jazz und Klassik
  • Extravertierte Menschen mögen Pop, R&B und generell Musik, zu der man tanzen kann, und die nicht zu komplex ist
  • Soziale Menschen mögen gerne Musik, die nicht komplex, laut oder intensiv ist, dafür aber gerne emotional, entspannend oder traurig sein darf. Pop-Balladen kommen hier zum Beispiel gut in Frage
  • Gewissenhafte Menschen mögen Pop und nicht so gerne laute, kräftige Musik. Poetische, warme und nachdenkliche Musik hingegen mögen Sie gerne

Es gibt natürlich noch viel mehr Nuancen, aber mit diesen Richtlinien kommt man schnell zu einer guten ersten Vorstellung, wie die Musik klingen soll.

Auch die Fläche, die Situation und die Umgebung müssen berücksichtigt werden

In was für einer Stimmung kommen die Kunden und Gäste auf die Fläche? Wollen sie sich unterhalten, vielleicht alleine sitzen und lesen, gemütlich essen, mit Freunden etwas trinken, für die Party am Abend vorsorgen?

Es leuchtet ein, dass man für Erstere eher langsame, leisere, ruhigere Musik auswählt, und es für Letztere auch lauter, schneller, peppiger sein kann.

Achte auch auf die Raumakustik! Wenn die Wände hallen, können hohe Töne besonders störend sein. Mit einer guten Musikanlagenplanung können Sie aber vielen Problemen vorbeugen, so dass es keine Einschränkungen bei der Musikwahl gibt. Haben Sie Fragen dazu? Schicken Sie uns einfach eine E-Mail.

Erzeuge mit Deiner Musik ein einheitliches Bild

Ein Musikkatalog sollte grundsätzlich immer eine einheitliche Sprache sprechen. Verzichten Sie darauf, viele verschiedene Musikstile und -stimmungen miteinander zu vermischen. Arbeiten Sie stattdessen lieber mit mehreren Playlisten (Ausnahmen bestätigen die Regel: Beim Café Gnosa in Hamburg haben sich Michael und Bernhard explizit eine durchmischte Playlist gewünscht – natürlich passend zum Konzept).

Der Vorteil mehrerer Playlisten ist, dass Sie auf jeweilige Situationen (Tageszeit, Stimmung oder Gäste) reagieren können. Wenn zum Beispiel eine große Männergruppe einen Junggesellenabschied feiert, können Sie auf die Situation reagieren und den Musikkatalog wechseln. Aber Vorsicht: Zu viele Playlisten verwässern die Markenidentität – außerdem müssen alle diese Playlisten gepflegt werden.

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